Konzeption

Vorwort
Der evang. Kindergarten Neulußheim stellt sich vor
Leitsätze unserer pädagogischen Arbeit
Unsere Ziele
Bildung im Kindergarten
Bewegungserziehung
Ökologie
Elternarbeit
Regeln - Grenzen - Konsequenzen
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Die Bedeutung des Freispiels
Vorschulerziehung
Sprachförderung
Integration
Der Kindergarten als Teil der evang. Kirchengemeinde
Die Chronik des evang. Kindergartens Neulussheim

Solange die Kinder klein sind, gib ihnen feste Wurzeln.
Wenn sie größer geworden sind, gib ihnen Flügel.
(Sprichwort aus Indien)

Vorwort

Seit die beiden evangelischen Kindergärten in Neulußheim im Jahr 2000 vereinigt wurden, war im Team der Wunsch da, die gemeinsame Arbeit auf eine gute und solide Basis zu stellen und eine gemeinsame pädagogische Konzeption zu entwickeln. Mit Unterstützung der evang. Kirchengemeinde und viel Verständnis der Eltern wurde in den Jahren 2001 und 2002 an der nun vorliegenden Konzeption gearbeitet.
Sie soll veranschaulichen, wie sich das Miteinander - Leben im Kindergarten gestaltet, soll aber auch die Gedanken aufzeigen, die hinter unserer Arbeit stehen: die Ziele, die wir verfolgen, pädagogische Ansätze und Werte, die uns im erzieherischen Umgang wichtig sind und die Art und Weise, wie wir diese umsetzen.
Eine schriftlich fixierte Konzeption, die stetig fortentwickelt wird, ist unabdingbar zur Qualitätssicherung und für eine möglichst hohe Zufriedenheit bei Kindern, Eltern und Mitarbeiter/innen.

Auf dem Markt der Anbieter sind neben den äußeren Faktoren wie Öffnungszeiten etc. inhaltliche Fragen für viele Eltern entscheidend. Diesen Eltern soll die Konzeption die Möglichkeit geben, die für ihr Kind möglichst beste Einrichtung aus dem großen Angebot an Kindergärten in Neulußheim herauszufinden.
Nicht zuletzt dient unsere Konzeption dazu, den christlichen Aspekt unserer Einrichtung zu verdeutlichen. Unser Glaube findet nicht nur Ausdruck in Gebet und Gottesdienst, sondern vor allem im Umgang miteinander.
Wir hoffen, dass diese Konzeption viele Ihrer Fragen beantworten kann. Für alle anderen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Neulußheim, im Oktober 2007

Das Team des evang. Kindergartens Neulußheim

Der evang. Kindergarten Neulußheim stellt sich vor

Im evang. Kindergarten Neulußheim werden derzeit in 5 Gruppen Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren betreut. Der Kindergarten ist in zwei unterschiedlichen Gebäuden, dem „Gemeindehaus“ und der „Alten Schule“ untergebracht. In der "Alten Schule" gibt es die Mäusegruppe, die Marienkäfergruppe und die „Knirpsengruppe. Im "Gemeindehaus" die Bärengruppe und die Mäusegruppe.

Unsere Öffnungszeiten

Kindergartengruppen
(Für Kinder von 3-6 Jahren)
MO - FR 7.30 Uhr 13.30 Uhr
Knirpsengruppe
(Für Kinder von 2-3 Jahren)
MO - FR 8.00 Uhr 13.00 Uhr

 

 





Bringzeit:

Alle Kinder sollten bis 9.30 Uhr im Kindergarten sein. Ab 9.30 Uhr werden die Eingangstüren verschlossen.

Abholzeit:
Die Kinder der Kindergartengruppen können zwischen 12.45 Uhr und 13.30 Uhr abgeholt werden.

Die Kinder der Knirpsengruppe zwischen 12.45 Uhr und 13.00 Uhr.

Bitte sprechen Sie mit der Erzieherin Ihres Kindes, wenn Sie diese Zeiten einmal nicht einhalten können.

Unsere Elternbeiträge

Für beide Angebotsformen gelten unterschiedliche Elternbeiträge. Der Kindergartenplatz kostet 80 € im Monat, der Platz in der Knirpsengruppe 120 €. Der Ferienmonat August ist beitragsfrei. Wenn mindestens 2 Kinder einer Familie gleichzeitig den Kindergarten besuchen, übernimmt die Gemeinde Neulußheim den Beitrag für das bis auf 20 €. Die Elternbeiträge decken die Kosten eines Kindergartenplatzes nur zu einem Bruchteil. Die evang. Kirchengemeinde Neulußheim, die evang. Landeskirche Baden sowie die Kommune Neulußheim und das Land Baden-Württemberg bezuschussen den Kindergartenbetrieb in hohem Maße.

In begründeten Einzelfällen besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme durch das Sozialamt oder das Jugendamt.

Unsere Gruppen

Mäusegruppe "Gemeindehaus" 20 Kinder Kindergartengruppe Frau Schneller
Frau Rotter
Bärengruppe "Gemeindehaus" 20 Kinder Kindergartengruppe Frau Stadler
Frau Lambertus
Knirpsengruppe "Alte Schule" 10 Kinder Kleinkindgruppe Frau Böttcher
Frau Müller
Frau Urban
Marienkäfergruppe "Alte Schule" 20 Kinder Kindergartengruppe Frau Heinz
Frau Villhauer
Mäusegruppe "Alte Schule" 20 Kinder Kindergartengruppe Frau Theil
Frau Roth

 

 

 

 

 

 




Unser Team

Im Moment arbeiten im evang. Kindergarten Neulußheim:

(von links nach rechts obere Reihe)
Gabi Müller (Knirpsengruppe)
Stefanie Rotter (Mäusegruppe Gemeindehaus)
Sabrina Schneller (Mäusegruppe Gemeindehaus)
Christian Lörch, Leiter
Sylvia Lambertus (Bärengruppe)
Ulrike Heinz (Marienkäfergruppe)

(von links nach rechts untere Reihe)
Anja Theil (Mäusegruppe Alte Schule)
Jutta Stadler (Bärengruppe)
Michaela Böttcher (Knirpsengruppe)
Heidi Urban (Knirpsengruppe)
Annette Villhauer (Marienkäfergruppe)
Tanja Roth (Mäusegruppe Alte Schule)

Im Evang. Kindergarten Neulußheim arbeiten 12 Erzieher/innen.
Es werden nur Fachkräfte mit einer umfassenden und fundierten Ausbildung für die Arbeit mit den Kindern beschäftigt.

Unser Leiter

Der Leiter des Evang. Kindergartens Neulußheim ist vom Gruppendienst freigestellt. Das Büro befindet sich in der "Alten Schule" im 1. Obergeschoss.

Sprechzeiten:
Dienstag und Donnerstag von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr im Gemeindehaus.
Dienstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr nach Vereinbarung.

Unser Telefon

Wir sind unter der Rufnummer
06205 / 33350 im Gemeindehaus und unter

06205 / 37245 in der Alten Schule erreichbar.

Sie können uns unter der Nummer

06205/309375 ein FAX schicken.

Unsere Email-Adresse: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Besuchen Sie uns auf unserer Homepage: www.kiganlh.de

Unser Gebäude

Der Evang. Kindergarten ist in zwei historischen Gebäuden untergebracht.

Im Gebäude "Alten Schule" gibt es drei Gruppenräume mit Nebenräumen, einen Bewegungsraum, eine Küche, das Büro des Leiters, zwei Waschräume und einen Materialraum.

Im Gebäude "Gemeindehaus" sind zwei Gruppenräume, ein Waschraum, eine Küche ein Intensivraum ein Bewegungsraum und der Personalraum untergebracht.

Unser Garten
Unsere Einrichtung verfügt über drei verschiedene Außengelände. Die beiden direkt angrenzenden Außenspielgelände der "Alten Schule" und des "Gemeindehaus" sind mit herkömmlichen Spielgeräten ausgestattet. Diese Spielgeräte entsprechen den neuesten Sicherheitsanforderungen und werden laufend überprüft.
Zwischen den beiden Grundstücken liegt ein zauberhaftes altes Gartengrundstück mit vielen alten Obstbäumen, Hecken und Dickicht.
Mit Hilfe der Eltern wurde dort eine Feuerstelle eingerichtet, ein Beerengärtchen angelegt, verschiedene Häuschen zum Spielen aufgebaut, ein Kletterseil wurde angebracht und ein Balancierpfad angelegt. Auf diesem Grundstück stehen auch zwei Bauwagen die als Werkraum und als Malatelier genutzt werden.

Unser Träger
Der Träger des evang. Kindergartens Neulußheim ist die evang. Kirchengemeinde. Seit 131 Jahren ist dieses Engagement eines der wichtigen Aufgabengebiete unserer Kirchengemeinde. In der Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Kindergarten wird dies deutlich spürbar.

Leitsätze unserer pädagogischen Arbeit

Leitsatz Nr.1: Wir vermitteln christliche Werte und Normen

Das Evangelium ist eine frohe Botschaft, die Kindern und Erwachsenen Mut macht, das Leben zu gestalten.
Im täglichen Miteinander flechten wir religiöse Werte wie Liebe, Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Beistand, Zuversicht und Unterstützung ganzheitlich in unsere Arbeit mit den Kindern ein.
Durch das gemeinsame Leben und Erleben dieser Normen erreichen wir eine Integration der religiösen Erziehung in unsere Gesamtpädagogik.

Leitsatz Nr. 2: Wir sehen die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten

Wenn ein Kind im Alter von drei Jahren zu uns kommt, bringt es seine ganz persönlichen Erfahrungen, Bedürfnisse, einfach seine Einmaligkeit mit.
Gemeinsam mit den Kindern versuchen wir, seine Interessen und Neigungen mit den gegebenen Möglichkeiten und den für die Gemeinschaft wichtigen Regeln in Einklang zu bringen.
Wichtig ist uns dabei, auch mal ein „trotziges“ Verhalten und ein „Nein“ zu verstehen und zu akzeptieren und auch einmal einen nicht alltäglichen Wunsch zu berücksichtigen.
Unser Miteinander ist geprägt von Respekt und Freundlichkeit.

Leitsatz Nr.3: Wir wollen, daß Kindergarten Spass macht

Nur in einer fröhlichen und ungezwungenen Umgebung kann sich ein Kind seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend entwickeln. Spass und Freude sind für uns Grundvoraussetzungen für Bildung und Erziehung. Nur was Kinder mit Spaß tun, tun sie von ganzem Herzen.

Leitsatz Nr.4: Wir orientieren unsere Arbeit am Leben der Kinder

Leben und lernen im Kindergarten orientieren sich daran, was die Kinder für ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben brauchen. Deshalb gilt: Erleben statt be-lehren - Praxis statt Theorie - Lebensnähe statt Wirklichkeitsferne.
Leben als Zusammenleben zwischen Kindern und Erziehern. Freude und Trauer des Lebens werden in der Gegenwart geteilt - die Zukunft wird gemeinsam vorbereitet und gestaltet.

Leitsatz Nr.5: Wir akzeptieren die Ganzheitlichkeit des Kindes

Das Kind lernt mit allen Sinnen. Die beste Vorraussetzung für eine optimale kindliche Entwicklung liegt in der Förderung der Ganzheitlichkeit – also in der Bildung von Herz, Hand und Verstand. Durch das eigene Tun und Erleben können Kinder ihre Umwelt am besten begreifen. Deshalb ist es wichtig, ihnen viele Entdeckungsräume zu ermöglichen.

Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war.
John Locke, englischer Philosoph, 1632-1704


Leitsatz Nr.6: Wir befinden uns an einem beschützenden Ort, an dem Kinder noch Kinder sein dürfen

Unsere Einrichtung ist ein Ort, der auf die Bedürfnisse der zu uns kommenden Kinder ausgerichtet ist. Sie können breitgefächerte Erfahrungen mit Menschen, Materialien und der Umwelt machen. Wir holen sie bei ihren bereits gemachten Erfahrungen ab, um sie eine Zeit lang auf einem Stück ihres Weges zu begleiten.

Leitsatz Nr.7: Wir wollen die Möglichkeit geben, Phantasie und Kreativität in allen Bereichen auszuleben

Durch gezielte und freie Angebote werden die Kinder aufgefordert, ihre Fähigkeiten eigenverantwortlich umzusetzen. So sind wir darauf bedacht, die Gruppenräume so zu gestalten, dass jedes Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend, seine geistigen, motorischen und kreativen Fähigkeiten individuell ausleben kann. In unseren Außenspielbereichen und in unseren Bewegungsbaustellen bieten wir den Kindern die Möglichkeit ihre Kreativität auch in Bewegung und Rollenspiel umzusetzen.

Unsere Ziele

Bildung im Kindergarten

Kindliche und frühkindliche Bildung ist Selbstbildung

Unter frühkindlicher Bildung verstehen wir in erster Linie Erwerb von Kompetenzen - nicht von Wissen!
• Persönliche Kompetenz (Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit)
• Soziale Kompetenz
• Sprachkompetenz
• Technische Kompetenz (Medienkompetenz)

(1) Vom ersten Lebenstag an machen sich Kinder daran, ihre Umwelt zu entdecken. Sie gestalten ihre Entwicklung und ihr Lernen selbst. Kinder werden nicht gebildet, sie eignen sich vielmehr die Welt über Selbstbildungsprozesse an.

(2) Der Kindergarten bedeutet für viele Kinder der erste Schritt in die Öffentlichkeit. Hier lernen sie, sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Sie werden mit vielfältigen alltagspraktischen Dingen und Abläufen vertraut und lernen dabei auch Grundregeln der Zusammenarbeit im Team. Sie lernen, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.

(3) Voraussetzung für Bildung im Kindergarten ist ein Klima wechselseitiger Anerkennung. Fühlen sich die Kinder vom Erwachsenen ernst genommen, gehen sie mutig auf die Welt zu. Ausreichende Anregungen, Anreize zum Staunen, Förderung der Neugierde, Entdeckungen und Welterkundungen sind unerlässlich. Kinder brauchen herausfordernde Bildungsgelegenheiten.

(4) Der Kindergarten bietet Mädchen und Jungen verschiedener Altersgruppen, unterschiedlicher Herkunft, unter-schiedlicher Sprache, Kultur und Religion eine hervorragende Möglichkeit, das Leben in unserer multikulturellen und vielfältigen Welt zu lernen.

(5) Bildung im Kindergartenalter bedeutet nicht Belehrung, sondern Organisation des Umfeldes (Material, Bücher, Museen, Ausflüge, Exkursionen, Internet,...) in dem Kinder selbst lernen können. Kinder sollen sich mit Hilfe Erwachsener selbst bilden und auch aus eigenen Fehlern lernen dürfen.

Wir unterstützen Bildung durch:

• Unterstützung des kindlichen Tatendrangs
• Förderung von Eigeninitiative
• Wecken der Neugierde
• Zulassen von Bewegungsvielfalt
• Ermöglichen eigener Erfahrungen
• das Wirken lassen von Vorbildern
• Vermeidung von Reizüberflutung
• Anregung von sozialem Verhalten
• erlebbar machen von Emotionen
• Raum geben für Phantasie und Kreativität
• Unterstützung des Wissensdrangs
• zur Verfügung stellen von ausreichendem Material
• Zeit für Fragen der Kinder zu haben
• Individuelle Förderung
• Ganzheitliche Förderung

Spielen ist Lernen in eigener Regie!
Jean Piaget, Entwicklungspädagoge, 1896-1980

Bewegungserziehung

Im Vordergrund unserer Bewegungserziehung stehen spielbetonte und kindgerechte Bewegungsangebote, die vielseitige, breitangelegte Bewegungserfahrungen ermöglichen und dem kindlichen Aktivitätsdrang entgegen kommen. Bewegung gehört für die Kinder zur täglichen Beschäftigung. Deshalb verbringen wir soviel Zeit wie möglich in unserem Außengelände.
Toben, Rennen, Hüpfen, Klettern und sich Verausgaben sind wichtig für die körperliche Entwicklung, schaffen Übungssituationen zum Aufbau der Koordinationsfähigkeit und unterstützen Wachstumsreize. Sie bilden für das Kind eine Brücke zwischen der Innen- und Außenwelt, der Realität und seinen Träumen.
Außerdem wird durch die Bewegung das Herzkreislaufsystem angeregt, das Immun-System gestärkt und sie macht den Kindern in all ihrer Vielfalt SPASS.
In unserem großen und anregenden Gartenbereich und in den Bewegungsbaustellen finden unsere Kinder viele Möglichkeiten, sich frei zu bewegen. Außerdem finden gezielte Bewegungsangebote wie Rhythmik, Kinderturnen, Tanzen und Psychomotorik statt. Bei all unseren Angeboten werden die Kinder angeregt, aufgefordert, aber nicht gedrängt mitzutun. Wir sind da, wenn unsere Hilfe gebraucht wird, wie z.B. beim Balancieren.
Es ist uns wichtig, dass unsere Kinder Bewegungsfreiheit haben, dennoch müssen sie auch im Garten und in den Bewegungsbaustellen zu ihrer Sicherheit Grenzen bzw. Regeln beachten und einhalten. In diesen Bereichen haben sie die Möglichkeit, sich in begrenzter Anzahl alleine, also ohne Erzieherin aufzuhalten. Dabei wird den Kindern Verantwortung für sich selbst und für andere Kinder übertragen, jedoch ohne sie dabei zu überfordern.

Fazit:
• Bewegung macht Spass
• Bewegung ist Förderung in allen Bereichen
• Bewegung fördert die Gesundheit
• Bewegung führt zueinander

Ökologie

Das Wunder der Schöpfung erleben, achten und bewahren

Eine positive Grundhaltung, in der sich der Mensch als ein Teil seiner Umwelt begreift, der letztendlich nur im Einklang mit der Natur überleben kann, ist Voraussetzung für ein umweltbewusstes Verhalten.
Dies zwingt uns, Verantwortung für unser Tun und Handeln zu übernehmen. Im Kindergartenalltag erleben und erfahren die Kinder ihre Umwelt mit all ihren Sinnen. So lernen sie auf spielerische Art und Weise, Verantwortung zu übernehmen und sensibel für den Erhalt, den Schutz und die Pflege der Natur zu werden. Durch das Beobachten und Experimentieren von und mit Pflanzen und Tieren im jahreszeitlichen Kreislauf werden Grundelemente der Natur sowie der Kreislauf des Lebens erfahrbar.

An der ökologischen Zertifizierung „Grüner Gockel“der Kirchengemeinde ist auch der Kindergarten eingebunden.

• Durch Beobachten, Riechen, Fühlen, Tasten und Erkennen wird die Wahrnehmung der Kinder intensiv gefördert und in unsere Gruppenplanung mit einbezogen.
• Durch Waldtage, Spaziergänge im Park oder Ausflüge können die Kinder die Veränderung (Jahreszeiten) der Natur intensiv miterleben.
• In unserem Garten erfahren die Kinder etwas über den Kreislauf „Entstehen, Wachsen, Ernten und Vergehen.“
• Durch Bücher, Lieder, Geschichten, Gespräche, Spiele usw. bringen wir den Kindern die Natur nahe.
• Eine positive Einstellung zur Natur trägt dazu bei, dass die Kinder Rücksicht auf die verschiedenen Lebensräume nehmen. Wir erklären den Kindern, warum Tiere und Pflanzen verschiedene Lebensräume brauchen, um wachsen und überleben zu können.
• Um die Natur zu erhalten, möchten wir den Kindern Umweltbewusstsein vermitteln und ihnen zeigen, dass es wichtig ist, Müll zu vermeiden bzw. zu trennen.

Nur was wir als Kinder kennengelernt haben, können wir lieben.
Nur was wir lieben gelernt haben, können wir schützen.
Konrad Lorenz, Verhaltensforscher, 1903-1989

Elternarbeit

Wir sehen in unserem Kindergarten Eltern nicht als Zaungäste, denn auch sie sollen sich bei uns wohl fühlen.
Die Kooperation zwischen Eltern und dem Kindergarten ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie ermöglicht die familienergänzende und unterstützende Funktion des Kindergartens.
Es ist uns auch wichtig, unsere Arbeit auf verschiedene Art und Weise transparent zu machen.
Das geschieht durch:

• Anmeldegespräche (erster Kontakt zum Kindergarten)
• Elterngespräche
• Gruppenfeste (z.B. Lichterfest, Jahresfeste usw.)
• Gruppeninformationshefte
• Elternbriefe und Einladungen
• Kiga–News (Info, Spiele, Geschichten, Termine)
• Offener Stuhlkreis
• 1. Elternabend & Elternbeiratswahl
• Thematische und gemütliche Elternabende (z.B. Gewaltprävention, Schulfähigkeit)
• Versch. Feste und Aktionen mit Eltern und Kindern.(Gartenaktion, Papa-Kind-Tag, Bastelabende usw.)
• Gespräche zwischen Tür und Angel
• Kindergartengottesdienste und Familiengottesdienste
• Schnuppertage mit Kind (Eingewöhnungszeit für die Kindergartengruppen)
• Aktive Teilnahme an der Eingewöhnungszeit nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. (In Einzelfällen bis zu 3 Wochen!) für die Kinder der Knirpsengruppe.

Wir sind sowohl für Lob als auch für Kritik offen. Wir wünschen uns, dass die Eltern die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch nutzen, wenn Probleme mit ihrem Kind oder mit der Einrichtung auftreten.

Regeln - Grenzen - Konsequenzen

Die Freiheit eines jeden Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Überall wo Menschen zusammenleben, sind Regeln und Grenzen notwendig.

Grenzen gestalten Räume und Zeiten. Sie geben Sicherheit und Verlässlichkeit. Grenzen sind Orientierungspunkte.
Auch im Kindergarten erfährt das Kind Sicherheit innerhalb ihm bekannter Grenzen.
Nur mit Grenzen und Regeln kann das Kind sich in seiner komplizierten und komplexen Umwelt ohne Überforderung zurechtfinden.
• Wir gestalten Regeln im Kindergarten transparent. Die Kinder müssen wissen, warum eine Regel gilt.
• Wir verfolgen die Regeln konsequent. Ein Kind kann nicht verstehen, warum heute etwas gilt, was gestern nicht galt.
• Trotz aller Konsequenz sind die Regeln hinterfragbar. Das Kind hat das Recht, über jede Regel zu diskutieren.
• Die Regeln im Kindergarten sind sinnvoll. Unsinnige Regelungen sind Schikane.
• Wir halten uns selbst an Regeln. Nur durch das Einhalten der Regeln unserer-seits motivieren wir das Kind, ebenfalls Regeln einzuhalten.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Kooperation mit der Lusshardtschule (Grundschule)
• Planung und Durchführung eines Elternabends zum Thema „Schulreife und Schulfähigkeit“.
• Monatlicher Kooperationstreff mit der Kooperationslehrerin im Kindergarten.
• Besuche der Schulanfänger im Schulhaus und in den Klassen.
• Gemeinsame Projekttage in der Lußhardtschule
• Intensiver Austausch zwischen Lehrer/innen und Erzieher/innen

Andere Schulen
• Schüler/innen der Haupt- Real- und Fachschulen für Sozialpädagogik können in unserem Kindergarten ausbildungsbegleitende Praktika bzw. Praktika zur Berufsorientierung durchführen. Eine fachgerechte Anleitung sowie Gespräche zwischen unserem Kindergarten-personal und den entsendenden Schulen sind dabei selbstverständlich.

Heil- und sonderpädagogische Einrichtungen
• Hilfen bei Entwicklungsverzögerungen / -störungen
• Zusammenarbeit mit Logopäden bei Sprachauffälligkeiten
• Zusammenarbeit mit Ergotherapeuten bei Problemen mit der Motorik und der Wahr-nehmung
• Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle / Comenius-Schule Schwetzingen
• Zusammenarbeit mit der Sprachheilpädagogischen Beratungsstelle
• Hilfe in besonderen Lebenssituationen.
Treten bei Kindern besondere Probleme auf, die in unserer Einrichtung nicht gelöst werden können, helfen wir auf Wunsch der Eltern bei der Vermittlung an andere Einrichtungen der Jugend- und Familienhilfe (wie:Jugendamt / Sozialamt, Beratungsstellen und Hilfsangebote der Diakonie, Pro Familia, AWO, Sonderpädagogische Beratungsstellen, Fachärzte, Grundschulförderklasse.

Unser Kindergarten arbeitet eng mit dem Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises zusammen. In den Bereichen Fortbildung, Schutzauftrag nach §8a SGBVIII und persönlicher Beratung in Krisenfällen erfahren wir vielfältige Unterstützung.

Das pädagogische Personal unserer Einrichtung steht den Eltern informativ und beratend zur Seite und kann nach Absprache mit den Eltern Kontakte mit den gewünschten Institutionen aufnehmen bzw. vermitteln.

Intensive Betreuung auffälliger Kinder durch Therapeuten, Psychologen und Pädagogen etc. ist innerhalb unserer Einrichtung jederzeit möglich und wird bestmöglich unterstützt.

Die Bedeutung des Freispiels

„Freies Spielen“ heißt, dass das Kind, seiner Lust entsprechend, sich Spielmaterial, -partner, -ort und –dauer wählen kann.
Mit diesem Freispiel verbringt das Kind die meiste Zeit im Kindergarten.
Ein Außenstehender kann leicht den Eindruck gewinnen „......die spielen ja nur!“ Doch es steckt so viel Wichtiges dahinter:
Das Spiel ist gewissermaßen der Hauptberuf eines jeden Kindes, das dabei ist, die Welt um sich herum, sich selbst, Geschehnisse und Situationen, Beobachtungen und Erlebnisse im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.
Somit ist das Freispiel von ganz entscheidender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
So viele Möglichkeiten wie das Freispiel bietet, so viel verlangt es dem Kind auch ab.
- Es muss sich trauen, andere Kinder zu fragen, ob es in bereits stattfindenden Spielgeschehnissen mitmachen darf.
- Es muss auch mal verlieren können. Im Spiel wird Frustrationstoleranz aufgebaut.
- Konflikte müssen auf gute Art und Weise miteinander ausgetragen werden.
- Und natürlich muss sich das Kind an bestehende Regeln halten, wie z.B.: Bescheid sagen beim Verlassen des Raumes; sorgsamer Umgang mit Spielmaterialien; Erzieherin und Kinder fragen, ob es in einer bestimmten Spielecke mitspielen darf;.......etc.

Welche Rolle spielt die Erzieherin im Freispiel?
Sie ist...
• Spielpartnerin
• Ansprechpartnerin bei Konflikten
• dafür da, Spielgeschehen und Kinder zu beobachten und dabei mögliche Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes wahrzunehmen und zusammen mit Eltern, Therapeuten weitere Schritte einzuleiten.
• Sie bereitet alters – und den Interessen der Kinder entsprechende Angebote vor und führt diese mit ihnen zusammen durch.
• ... hilft „so viel wie nötig“ und „so wenig wie möglich“.(sich entbehrlich machen)

Welche Möglichkeiten haben die Kinder bei uns im Freispiel?
Es ergeben sich Spielmöglichkeiten aus: Bauelementen, Bilderbüchern und Tischspielen.
Konstruktionsmaterial, Musikinstrumente, Mal – und Bastelutensilien......usw.
Als Rückzugsmöglichkeiten stehen Puppenecken, Kuschelecken, Bauecken, Spielecken, - je nach Gruppen unterschiedlich – zur Verfügung.
Ganz wichtig für das Bedürfnis nach Austoben und Bewegen sind die Bewegungsbaustelle / der Turnraum und der Garten.

Während des Freispiels werden Erfahrungen und Lernprozesse im sozialen Bereich sowie in vielen anderen Bereichen gemacht.

Vorschulerziehung

Vorschulerziehung ist ein erzieherischer Einfluss, der dem Kind zuteil wird, bevor es in die Schule aufgenommen wird. In diesem Sinne ist unsere gesamte Tätigkeit Vorschulerziehung. Als Kindergarten haben wir einen eigenständigen, von der Schule unabhängigen Bildungsauftrag. Eine Vorbereitung auf die Schule mit Stillsitz- Übungen oder regelmäßiges Bearbeiten von Arbeitsblättern gehört eindeutig nicht zu unserem Bildungsauftrag.
Wir möchten vielmehr die natürliche Neugier und Lernmotivation, Selbständigkeit, Selbstvertrauen, soziale Kompetenz, Allgemeinbildung, Arbeitseinstellungen und Arbeitshaltung, Ausdauer und Konzentration, Spaß am Lernen und die Gruppenfähigkeit fördern.
Wir verstehen uns nicht als Vorschule, die ihre Aufgabe darin sieht, unsere Kinder für die Schule fit zu machen. Schulisches Lernen ist nicht Sache des Kindergartens, sondern Aufgabe der Schule. Um die Voraussetzungen für die Schulfähigkeit zu schaffen, fördern wir die Spielfähigkeit der Kinder, da diese in der Persönlichkeitsentwicklung eine entscheidende Rolle spielt.
Kinder, die viel und intensiv spielen, nehmen ihre Besonderheit, ihre Einmaligkeit, ihre Handlungs-möglichkeiten und - Grenzen, ihre Gefühls - und Gedankenwelt sehr bewusst wahr.
Das Spiel der Kinder unterstützt die in ihnen liegenden Potentiale, und sie sind dadurch in der Lage, die Fertigkeiten zu entwickeln, die auch für einen späteren Schulbesuch erforderlich sind. In unserem Kindergarten soll das letzte Jahr vor der Einschulung etwas Besonderes sein. In diesem Jahr führen wir Projekte durch, an denen nur die Großen teilnehmen dürfen. Z.B.: Gestalten eines Kalenders, Weben, Seidenmalerei, Übernachtung, Exkursionen, Schulhaus und Unterrichtsbesuch ...

Sprachförderung

Sprachförderung ist seit jeher wichtiger Bestandteil der Kindergartenarbeit. Erinnerungen an Ihre eigene Kindergartenzeit bringen sicherlich Bruchstücke von Fingerspielen, Reimen, Gedichten, Liedern und Märchen mit sich. Auch heute legen wir in unserem Kindergarten großen Wert auf Spracherziehung und Sprachförderung.

Alle Kinder werden zu Beginn des letzten Kindergartenjahres anhand der Differenzierungsprobe nach Breuer und Weuffen überprüft.
Dieser Test unterscheidet fünf verschiedene Bereiche der Sprache. Kinder die in keinem der fünf Bereiche auffällig sind, brauchen keine Sprachförderung und können ihre Zeit im Kindergarten anderweitig sinnvoller nutzen.
Kinder, bei denen sprachliche Probleme in einem oder mehreren Bereichen diagnostiziert wurden, haben die Möglichkeit immer montags von 8.30 – 9.00 Uhr eine Sprachfördergruppe im Kindergarten zu besuchen.

1. Sprachfördergruppe
Optisch-Graphomotorische Differenzierung –
Hier wird die Fähigkeit, geschriebene Zeichen zu erkennen und nachzuschreiben trainiert. Beim Nachschreiben ihres Namens machen Kinder häufig den Fehler Buchstaben seitenverkehrt darzustellen. In dieser Fördergruppe werden durch entsprechende Übungen die Fähigkeit, Zeichen oder Buchstaben auch im Detail (in Form, Größe, Raumlage) zu erkennen und diese erkannten Zeichen auch wiedergeben zu können, geübt.

2. Sprachfördergruppe
Phonematisch – akustische Differenzierung
In dieser Fördergruppe wird geübt differenziert zu hören und das gehörte nachzusprechen. Ähnlich klingende Wörter wie Keller-Teller, Bretter-Blätter machen den Kindern immer wieder Probleme. Durch gezielte Übungen wird die Sensibilität geschult auch kleine Unterschiede in Wörtern wahrzunehmen.

3. Sprachfördergruppe
Melodisch intonatorische Differenzierung
Hier wird die Fähigkeit, Satzmelodien und Betonungen zu erkennen, geübt. Die Satzmelodie und die Betonung der Wörter verändern oft den Sinn eines Satzes. Da wird z.B. aus „Blumento-Pferde“ plötzlich „Blumentopf-Erde“.
Die Übungen helfen den Kindern auch die gefühlsmäßige Aussage eines Satzes zu verstehen.

4. Sprachfördergruppe
Kinesthetisch-artikulatorische Differenzierung
In dieser Fördergruppe wird die Fähigkeit trainiert Wörter richtig auszusprechen. So wird aus dem Wort Aluminium im Kindermund oft Albuminium, Alumilium o.ä. Hauptaugenmerk liegt auf Übungen der Sprechwerkzeuge (Zunge, Lippen, Kiefer…), damit Kinder auch schwierige Wörter sauber artikulieren können.

5. Sprachfördergruppe
Rhytmisch-strukturierende Differenzierung
Hier wird die Fähigkeit geübt einen richtigen Satzrhythmus zu sprechen. Der Rhythmus der Sprache wird durch Klatschen verdeutlicht und bewusst gemacht. Sprache wird in Rhythmus oder in Bewegung umgesetzt.

Für den Lernerfolg der Kinder ist notwendig dass die Kinder regelmäßig und pünktlich die Sprachförderstunde besuchen!

Der Sprachstand sowie die Entwicklung der Kinder werden dokumentiert und mit Ihnen als Eltern abgesprochen.
Nach einem halben Jahr wird eine erneute Differenzierungsprobe durchgeführt um Fortschritte nachweisen zu können und um den Förderbedarf zu überprüfen.

Die Erzieherinnen der Sprachfördergruppen beraten und unterstützen die Eltern für Sprachübungen zu Hause.

Integration

Gemeinsames Leben von Kindern mit und ohne Behinderung

Integration bedeutet...

...Kinder mit Behinderung bzw. erhöhtem Förderbedarf in dem Kindergarten zu erziehen, den sie besuchen würden wenn sie nicht behindert wären.

...Eltern und ihren Kindern mit Behinderung die Hilfsangebote und Unterstützung zu bieten, die sie brauchen, um in ihrem Umfeld zurechtzukommen.

...Förderung von Freundschaften zwischen Kindern mit Behinderung und ihren gleichaltrigen Spielkameraden ohne Behinderung.

...die Kinder kommen aus dem Einzugsbereich unserer Einrichtung. Sie sind in der Nähe ihres Wohnumfeldes und haben deshalb normale Sozialkontakte.

Davon gehen wir aus:

• Jeder Mensch ist sein Leben lang lernfähig.
Je nach Vorraussetzung bedarf es dazu unterschiedlicher Unterstützung.

• Jeder Mensch ist einzigartig und unverwechselbar.
Ein Kind muß die Chance erhalten, als Individuum mit seinen Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten zu anderen Kindern wahrgenommen zu werden.

• Jeder Mensch ist für die Gemeinschaft wichtig.
Bei aller Verschiedenheit erfahren die Kinder im Zusammenleben Ihre Stärken und Schwächen und werden toleranter im Umgang miteinander.

Der Wunsch nach Integration geht immer von den Eltern aus.

Im Gespräch mit dem Kindergarten werden Chancen und Möglichkeiten abgeklärt. Wenn die erforderlichen Maßnahmen für das Kind in einem realistischen Bezug zu den Rahmenbedingungen des Kindergartens stehen, steht einer Aufnahme nichts mehr im Wege.
Während der gesamten Kindergartenzeit des behinderten Kindes bzw. des Kindes mit erhöhtem Förderbedarf, finden regelmäßige Gespräche zwischen Elternhaus, Kindergarten und allen beteiligten Therapeuten oder Heilpädagogen statt.

• Die Antragstellung auf Eingliederungshilfe nach §40 Ziffer 2a BSHG erfolgt durch die Eltern.
• Antragstellung beim Sozialamt
• Beschreibung der Eingliederungshilfe ( z.B. Heilpäda-gogische Maßnahme)
• Gutachten durch Kinderarzt, Gesundheitsamt oder Frühförderstelle

"Dass Behinderung nur noch als Verschiedenheit aufgefasst wird,
das ist ein Ziel, um dass es gehen muss.“
Richard von Weizsäcker

Der Kindergarten als Teil der evang. Kirchengemeinde

Seit 1876 engagiert sich die evang. Kirchengemeinde Neulußheim in der Arbeit mit Kindergartenkindern
Aber schon vor 2000 Jahren, in den Anfängen des Christentums wurden die Wurzeln der Erziehungsarbeit des Kindergartens gelegt.

Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!
Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. (Markus 10,14)


Bereits im Neuen Testament wird darauf hingewiesen, dass die Kinder gleichberechtigt ihren Platz in der Gemeinde haben. Im Kindergarten ist dieser Raum, in dem Kinder das Leben erkunden, aber in dem auch die Erwachsenen von den Kindern lernen können, was es heißt wie ein Kind, nach dem Reich Gottes zu suchen.
Jedes Kind hat Fragen, woher das Leben kommt, was der Sinn des Lebens ist, wer es behütet und bewahrt, wieso es Krankheit und Tod gibt.
Auf diese Fragen gilt es gemeinsam mit den Kindern Antworten zu finden und zu leben.
Dies geschieht neben der Arbeit in der Gruppe, in den monatlichen Kindergartengottesdiensten am Donnerstag Vormittag in der Kirche und in den Familiengottesdiensten.
Die Gottesdienste werden vom Pfarrer gemeinsam mit den Erzieher/innen vorbereitet und jahreszeitlich orientiert: (Ostern, Erntedank, Abschluss des Kindergartenjahres, Advent / Weihnachten)

Die Chronik des evang. Kindergartens Neulussheim

Im Jahre 1876 gründete der evangelische Pfarrer von Neulußheim, Fritz Gscheidlen, angesichts großer Not eine evangelische Kleinkinderbewahranstalt.

Der Träger war der badische Frauenverein unter dem Protektorat der Großherzogin Luise von Baden. Die Kinder der in Neulußheim ansässigen Fabrikarbeiter, die ihre Tage häufig alleine zuhause verbracht hatten, fanden nun einen Ort, an dem Sie gut betreut wurden.

Geleitet wurde die Kleinkinderbewahranstalt von Diakonissen des Mutterhauses in Karlsruhe-Rüppur. In einem Saal im ehemaligen Rathaus in der Hockenheimer Strasse fand der Kindergarten sein erstes Domizil. Bald darauf wurde das Kusslersche Anwesen ( eine Brandruine) gekauft und unter großem finanziellen Aufwand wieder aufgebaut.

Im Jahr 1907 entstand in der Schulstraße ein neues, größeres Gebäude. Als Kinderschule
(„Kinnerschuul“) ist es noch vielen Neulußheimern bekannt. Bis ins Jahr 1954 waren in 2 Gruppen bis zu jeweils 70 Kinder untergebracht.

Dann kaufte die evang. Kirchengemeinde eine alte Zigarrenfabrik und baute sie zu einem Gemeindehaus um. In diesem Gemeindehaus befanden sich dann auch die beiden Kindergartengruppen.

Im Jahr 1992 war der Bedarf an Kindergartenplätzen so groß, dass ein weiterer evang. Kindergarten in den Räumen der alten Schule eröffnet wurde. Der Kindergarten „Alte Schule“ eröffnete mit zunächst 2 Gruppen.

Im Sommer 1995 kam eine 3. Gruppen dazu.

Im April 2000 wurden die beiden Kindergärten (Gemeindehaus und Alte Schule) zusammengelegt. In insgesamt 5 Gruppen werden seither bis zu 110 Kinder betreut.

Im September wird eine Kindergartengruppe in eine Kleinkindgruppe umgewandelt. Wir in den Anfangszeiten des Kindergartens werden jetzt, bedingt durch gesellschaftliche Notwendigkeiten, wieder Kinder ab dem 2. Lebensjahr betreut.

Download der Konzeption des evang. Kindergartens Neulussheim als PDF-Datei
3. aktualisierte Auflage, Oktober 2007